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Luftaufnahme vom GRIMME Haupsitz in Damme

GRIMME Gruppe: Weiter auf Erfolgskurs

Die GRIMME Gruppe aus Damme konnte in 2021 trotz der Corona Pandemie, des Fachkräftemangels und den Auswirkungen des Brexits an das gute Jahr 2020 anknüpfen.

Veröffentlicht am 21. Oktober 2022 - von Kai Osterhus

Die GRIMME Gruppe aus Damme konnte in 2021 trotz der Corona Pandemie, des Fachkräftemangels und den Auswirkungen des Brexits an das gute Jahr 2020 anknüpfen.

Der Umsatz ist von 509,1 Mio. Euro um 9,43 % auf 557,1 Mio. Euro im Jahr 2021 in der GRIMME Gruppe gestiegen. Über 80 % des Umsatzes wurde außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Alle produzierenden Gesellschaften mit den Marken GRIMME, SPUDNIK, ASA-LIFT, INTERNORM und RICON konnten die Umsätze steigern.

Parallel zum guten Umsatzwachstum der vergangenen Jahre ist die Stammbelegschaft von 2.700 auf über 2.850 weltweit gestiegen. 1.850 Mitarbeiter sind in Deutschland beschäftigt.

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Das Stammwerk und Hauptsitz der GRIMME Gruppe in der niedersächsischen Stadt Damme.


GRIMME Landmaschinenfabrik

Den Hauptanteil am Umsatz trägt die GRIMME Landmaschinenfabrik und deren Sales- und Servicegesellschaften mit 384,5 Mio. Euro, nach 363,9 Mio. Euro im Jahr 2020. In Belgien, Frankreich, Russland und China konnten sowohl die Marktanteile als auch die Umsätze gesteigert werden. Aufgrund der Nachwirkungen des Brexits in Großbritannien und der hohen Inflation in der Türkei mussten Umsatzverluste hingenommen werden.

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Die Geschäftsleitung der GRIMME Landmaschinenfabrik: Sebastian Talg (Geschäftsführer Vertrieb), Richard Weiß (Geschäftsführer Technik und Produktion), Christoph Grimme (Vorsitzender) und Bernd Meyborg (Kaufmännischer Leiter).


SPUDNIK

Die 2003 übernommene US-amerikanische Firma SPUDNIK mit Sitz in Blackfoot/Idaho hat in 2021 unter Leitung von Rainer Borgmann mit 420 Mitarbeitern umgerechnet 110 Mio. Euro erwirtschaftet. SPUDNIK ist nordamerikanischer Marktführer in der Kartoffeltechnik und im Bereich der Zuckerrüben- sowie Gemüsetechnik verstärkt aktiv. Mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Spinatroders aus rostfreiem Stahl betritt SPUDNIK Neuland im Gemüsesektor.

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Der selbstfahrende Spinatroder mit bodenschonenden Raupenlaufwerken von SPUDNIK besteht aus rostfreiem Stahl, umso auch die strengsten Zertifizierungen (Food-Safety) zu erfüllen.

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2020 hat SPUDNIK den Trailerhersteller STC übernommen und produziert diese großvolumige Spezialanhänger selbst.


ASA-LIFT

2013 hat GRIMME den 1936 gegründeten dänischen Gemüsetechnikspezialisten ASA-LIFT übernommen. Über 130 Mitarbeiter unter Leitung von Joas Lyng konnten 2021 erstmalig einen Umsatz von über 20 Mio. Euro erzielen. Der weltweite Trend nach gesundem Gemüse sowie der Mangel an Erntehelfern erhöht die Nachfrage nach schlagkräftiger Technik deutlich. Daher wird weiter in den Standort Sorö investiert. Mit dem ASA-LIFT und GRIMME Gemüsetechnikportfolio hat die Unternehmensgruppe bereits jetzt das breiteste Programm in diesem sehr speziellen Sektor und wird dieses weiter intensiv ausbauen.

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Das Werksgelände von ASA-LIFT liegt 80 km südwestlich von Kopenhagen in der Stadt Sorö.


Schmiede.ONE

Das Innovationslabor, die Schmiede.ONE in Düsseldorf, wurde 2017 von Christoph Grimme gegründet und beschäftigt 20 hochqualifizierte Mitarbeiter mit den Schwerpunkten Robotik sowie Digitalisierung. In engerer Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Abteilung „Digital Business“ bei GRIMME werden Zukunftsthemen mit hoher Geschwindigkeit vorangetrieben und innovative Lösungen in naher Zukunft präsentiert.

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Der 41 kw starke Süßkartoffelroder Harvey von der Schmiede.ONE mit Kistenbefüllung, Spurhalteassistent und bodenschonenden Raupenlaufwerken kombiniert die analoge mit der digitalen Welt.


Shaktiman-GRIMME

2019 gründete GRIMME zusammen mit dem indischen Familienunternehmen und Weltmarktführer bei Bodenfräsen Shaktiman ein Joint-Venture, um den hiesigen Markt mit spezifizierten Maschinen für den Kartoffelanbau zu versorgen. Mittlerweile stehen Lege- und Erntemaschinen sowie spezielle Bodenfräsen zur Verfügung. Innerhalb kürzester Zeit konnte beispielsweise ein zweireihiger Kartoffelroder mit Verlesetisch und Überladeelevator vorgestellt werden, der von Schleppern mit ca. 75 PS betrieben werden können.

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2021 präsentierte das Joint-Venture Shaktiman-GRIMME den ersten Kartoffelroder, der trotz kompakter Bauweise und Leichtzügigkeit alle Vorteile eines Vollernters vereint.

 

Investitionen in die Zukunft

Die Ertragslage hat sich analog zum Umsatzwachstum ebenfalls positiv entwickelt, so dass umfangreiche Investitionen für die Zukunft aus eigener Kraft finanziert werden können. In den nächsten zwei Jahren werden alleine in Deutschland über 50 Mio. Euro investiert und erreicht damit das höchste Volumen in der 161-jährigen Firmengeschichte.

Zu diesen Investitionen zählen eine umfangreiche Erweiterung des Kundenzentrums TECHNICOM in Damme sowie in Maschinen und Anlagen in allen produzierenden Werken weltweit. Ein weiterer Schwerpunkt werden Investitionen in die Ergonomie der Arbeitsplätze sein. Im 15 km von Damme entfernten Niedersachsenpark werden Neubauten für die Montage von Erntemaschinen sowie die Validierung, ein großes Gebrauchtmaschinenzentrum sowie ein Schulungsgebäude entstehen. Die in Damme dann freiwerdenden Hallenkapazitäten werden für die stetig steigenden Anforderungen in den Bereichen der Logistik und Fertigung genutzt.

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Im Niedersachsenpark in Rieste werden umfangreiche Hallenneubauten entstehen.

Am Stammsitz in Damme wird ein neues Verwaltungsgebäude entstehen. Darüber hinaus werden 10 % des Umsatzes in Neu- und Weiterentwicklungen investiert, wobei die Digitalisierung in diesem Bereich einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Zur Stärkung der Marktpräsenz im wichtigen bayerischen Markt wird GRIMME in 2022 den neuen Standort in Langquaid südlich von Regensburg in Betrieb nehmen.

 

Aktuelle Geschäftsentwicklung

In 2022 sind außergewöhnlich viele Faktoren vorhanden, die das Geschäft weltweit beeinflussen. Allen voran der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen umfangreichen Sanktionen beeinflussen das Russland- und Ukrainegeschäft besonders der GRIMME Landmaschinenfabrik massiv. Dank der weltweit hohen Nachfrage, konnten die Ausfälle in Russland und der Ukraine zum größten Teil kompensiert werden. Zudem mussten Produktionsausfälle durch die Corona-Pandemie verzeichnet werden, die die Lieferzeiten negativ beeinflusst haben. Die Teilebeschaffung am Weltmarkt ist sehr schwierig und wird mittel- bis langfristig weiter Probleme bereiten. Die hohen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Zulieferteilen, Energie sowie die Steigerungen im Gehalts- und Lohnsektor führten auch bei GRIMME zu Preissteigerungen.

Trotz aller Widrigkeiten geht die GRIMME Gruppe bei allen produzierenden Gesellschaften von einem insgesamt positiven Verlauf der Umsätze und Ertragslage aus. Sollte es zu weiteren Eskalationen weltweit kommen, dann sind unvorhersehbare und massive Auswirkungen nicht ausgeschlossen, die die Geschäftsentwicklung stark negativ beeinflussen könnten.

Die GRIMME Landmaschinenfabrik ist in den letzten Jahren stark gewachsen und politische, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Herausforderungen steigen stetig. Mit der One.GRIMME Strategie macht sich das Familienunternehmen fit für die Zukunft. Die Digitalisierung, agile Vertriebsstrukturen, neue Geschäftsmodelle, massive Stärkung der Gemüse- und Rübentechnikaktivitäten, Ausbau der Marktführerschaft in der Kartoffeltechnik sowie kürzere Entwicklungszyklen sind nur ein Ausschnitt aus den vielfältigen Aktivitäten. „Wir werden in der fünften Generation das Unternehmen mit der erfolgreichen Firmenphilosophie fortsetzen und haben mit dem Start der One.GRIMME Strategie ein neues Fundament in der Organisation gelegt, darauf freuen wir uns und dafür geben wir auf allen Ebenen Vollgas“, so Christoph und Philipp Grimme, die als Geschäftsführer seit 2016 bzw. 2019 die Geschicke der GRIMME Gruppe aktiv mitgestalten. Franz Grimme dazu: „Meine Frau ich sind sehr stolz auf die vielfältigen Aktivitäten unserer Söhne und die sehr große Tatenkraft der beiden, die von der ganzen Belegschaft mitgetragen wird. Wir werde beide weiter aktiv begleiten und es macht uns sehr viel Freude zu wissen, dass alles in guten Händen ist“.

 

Die GRIMME Gruppe

Die GRIMME Gruppe besteht im Kern aus den Landmaschinenherstellern GRIMME, SPUDNIK und ASA-LIFT sowie den Zulieferfirmen INTERNORM und RICON. Die sieben Produktionsstandorte sind in Deutschland, Dänemark, China und den USA ansässig. Die Sales- und Servicegesellschaften sind in Großbritannien, Irland, Frankreich, Belgien, Türkei, Russland, Dänemark, Niederlande, Norwegen, Schweden, Finnland, China, Polen, USA und Deutschland präsent. Beteiligungen wie an der DKE (agrirouter), CCI, AGBrain, Seedhouse sowie Joint-Ventures mit Shaktiman und SeedForward werden ebenfalls über die Gruppe gesteuert.

Insgesamt beschäftigt die GRIMME Gruppe über 3.000 Menschen weltweit, davon 2.850 in der Stammbelegschaft. Die Geschäftsleitung der GRIMME Gruppe besteht aus den Geschäftsführern Franz Grimme (Vorsitz), Christoph Grimme (GRIMME Landmaschinenfabrik, SPUDNIK und ASA-LIFT), Philipp Grimme (INTERNORM und RICON), Franz-Bernd Kruthaup (GRIMME China und Joint Venture Shaktiman-GRIMME) und Dr. Michael Tönnies (Kaufmännische Leitung).